1. Das absolute Einmaleins für Hund und Katze
Unsere Vierbeiner sind bei Extremtemperaturen komplett von uns abhängig. Die wichtigsten Massnahmen im Alltag:
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Der Handrücken-Test: Asphalt heizt sich in der Sonne extrem auf (bei 30 °C Lufttemperatur gerne mal auf über 50 °C!). Lege deinen Handrücken für sieben Sekunden auf den Boden. Ist es zu heiss für dich? Dann verbrennt sich dein Hund die Pfoten. Verlege Gassi-Runden komplett in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
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Trinken animieren: Stelle überall in der Wohnung zusätzliche Wassernäpfe auf. Katzen mögen oft fliessendes Wasser (Trinkbrunnen), Hunden kann man das Wasser mit einem löffelschen ungesalzener Hühnerbrühe schmackhaft machen.
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Kühle Rückzugsorte: Lass Rollläden tagsüber unten. Fliesen im Bad oder Keller sind jetzt heiss begehrt. Auch spezielle Kühlmatten aus dem Tierfachhandel leisten tolle Dienste.
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Vorsicht bei Ventilatoren: Der kühle Luftstrom ist zwar nett, führt bei Haustieren aber extrem schnell zu schmerzhaften Bindehautentzündungen (Augenentzündungen).
Lebensgefahr Auto: Es kann nicht oft genug gesagt werden: Lass dein Tier niemals im Auto zurück – auch nicht „nur für zwei Minuten“ und auch nicht mit leicht geöffnetem Fenster. Ein Auto wird in der Sonne innerhalb von Minuten zur tödlichen Backofen-Falle.
2. Erste Hilfe im Napf: Coole Snacks
Bei Hitze ist der Appetit oft kleiner. Grosse Portionen belasten den Kreislauf enorm. Füttere lieber mehrere kleine Rationen über den Tag verteilt und entferne Nassfutter-Reste sofort, da sie bei der Hitze rasant verderben und Fliegen anziehen.
Rezept-Idee: Das schnelle Hunde- und Katzen-Eis
Mische etwas laktosefreien Naturjoghurt oder Quark mit einem Löffel Nassfutter (oder Leberwurst für Hunde). Fülle das Ganze in eine Eiswürfelform oder ein stabiles Kauspielzeug (z. B. einen Kong) und friere es ein. Das sorgt für Beschäftigung und kühlt von innen. Tipp für empfindliche Mägen: Das Eis vor dem Verfüttern ganz kurz antauen lassen.
3. Auch Kleintiere, Vögel und Wildtiere im Blick behalten
Nicht nur Hund und Katze leiden – oft vergessen wir die ganz Kleinen:
| Tiergruppe | Wichtigste Schutzmassnahme |
| Kaninchen & Meerschweinchen | Aussengehege müssen immer im Schatten stehen (Achtung: Die Sonne wandert!). Ein in ein Handtuch gewickelter Kühlakku auf dem Gehegegitter spendet kühle Luft nach unten. |
| Vögel & Wellensittiche | Niemals direkt ans Fenster oder in die pralle Sonne stellen. Eine flache Badeschale mit frischem Wasser wird jetzt zum Wellness-Bereich. |
| Wildtiere (Igel, Vögel, Bienen) | Stell eine flache Schale mit frischem Wasser in den Garten oder auf den Balkon. Leg ein paar Steine hinein, damit Insekten nicht ertrinken. Du rettest damit an heissen Tagen Leben! |
Notfall-Check: Hitzschlag erkennen
Sollte trotz aller Vorsicht doch etwas schiefgehen, zählt jede Sekunde. Wenn dein Tier extrem stark hechelt, taumelt, apathisch wirkt, glasige Augen hat oder erbricht, droht ein Hitzschlag.
Bring das Tier augenblicklich an einen kühlen, gut belüfteten Ort.
Befeuchte die Pfoten und Beine langsam mit lauwarmem oder mässig kühlem Wasser. Niemals eiskaltes Wasser nutzen! Das verengt die Blutgefässe und führt zu einem lebensgefährlichen Kreislaufschock. Pack das Tier auch nicht in nasse Handtücher ein, da sich darunter die Hitze staut.
Biete frisches, handwarmes Wasser an. Zwinge das Tier aber niemals zum Trinken, wenn es kaum bei Bewusstsein ist.
Ruf sofort in der Praxis oder der nächsten Tierklinik an und kündige dein Kommen an. Auch wenn sich das Tier scheinbar erholt hat, müssen die Organe gecheckt werden.
Kommt gut und gut abgekühlt durch die heissen Tage! Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und den richtigen Kniffen ist der Sommer auch für unsere tierischen Freunde pure Entspannung statt Stress.